Jekits-Band „Fettes Brötchen“ übt an der Johansen-Grundschule
– Musikschule der Stadt Krefeld als Bildungspartner vor Ort
Der Pressedienst hat gemeinsam mit Musikschulleiter Roman Marreck, der stellvertretenden Schulleiterin Merve Bianca Sorgente und den Kolleg:innen der RP und WZ die Johansenschule besucht. Zwei tolle Artikel in der WZ und der RP sowie eine Pressemitteilung von Herrn Senger ist daraus entstanden:
In dem Video „Boys Don‘t Cry“ der Kultband „The Cure“ aus den 1980er-Jahren spielen Kinder die eigentlichen Musiker. Als Oscar mit seiner E-Gitarre ans Mikro geht und anstimmt „I would say I‘m sorry, if I thought that it would change your mind“ kommt diese Erinnerung fast zwangsläufig. Mit dem Viertklässler spielen in der Aula der Johansen-Grundschule Fabian, Eymen und Jakob – das Quartett nennt sich „Fettes Brötchen“. Sie proben in der Schule am Linner Kohlplatzweg für ihren ersten öffentlichen Auftritt, dem ersten Auftritt einer Jekits-Band überhaupt in Krefeld – beim Kinder- und Jugendkulturfestival am 1. Februar in der Kulturfabrik. Seit dem Schuljahr 2015/2016 führt die Musikschule der Stadt Krefeld als Bildungspartner in hiesigen Grundschulen und Förderschulen das durch das Land NRW geförderte kulturelle Bildungsprogramm „Jekits – Jedem Kind Instrumente,
Tanzen, Singen“ durch – seitdem auch an der Johansenschule.
„In Krefeld gibt es zurzeit 14 Jekits-Schulen“, sagt Roman Marreck, Leiter der Musikschule der Stadt Krefeld. Dabei haben fünf den Schwerpunkt Instrumental, neun das Singen. „Wir möchten mit Jekits Kindern eine Chance geben, Musik auszuprobieren. Gerade im Grundschulalter sind sie neugierig. Es ist dann der richtige Zeitpunkt anzusetzen“, so Marreck. Neben dem klassischen Musikunterricht kommen Pädagoginnen und Pädagogen der Musikschule in die Klassen, um den Kinder die Freude am Singen und Musizieren zu vermitteln. In der 1b, der Zebra-Klasse, an der Johansen-Schule sitzt Musiklehrer Francisco Assislau Chaves im Rund mit den Jungen und Mädchen. Er begleitet sie mit der E-Gitarre bei dem Lied „Hallo, guten Morgen“, das sie in unterschiedlichen Sprachen singen.
In der ersten Klasse ist das einmal wöchentlich stattfindende 45-minütige JekitsAngebot für alle 80 Schüler verpflichtend und kostenfrei. An den beteiligten Krefelder Schulen sind das insgesamt über 1.000 Kinder. Ab der zweiten Klasse können sie sich an der Johannsen-Schule für ein Instrument entscheiden. Dafür müssen Eltern aber dieses zusätzliche Angebot pro Kind bezahlen (monatlich 26 Euro in der zweiten Klasse, 35 Euro in den beiden folgenden Schuljahren). Weil es in Linn den Schwerpunkt „Band“ gibt, können sie zwischen E-Gitarre, Bass und Keyboard wählen. „Wir stellen die Instrumente aber kostenfrei zur Verfügung“, betont Roman Marreck. Wer eine staatliche Unterstützung erhält, kann zudem eine kostenfreie Teilnahme beantragen. „Geld soll kein Hinderungsgrund sein. Wir sprechen Eltern auch an, dass sie diese Fördermöglichkeit nutzen können“, betont Grundschulleiterin Anne Moorees. Dieser Bedarf sei jedenfalls auch an ihrer Grundschule in Linn vorhanden. Die Konzentration auch die Bands trägt an der Johansen-Schule schon reiche Früchte. „Wir haben hier acht Bands. Das ist enorm“, freut sich Marreck. Ab derzweiten Klasse ist das Jekits-Angebot freiwillig. „Es läuft maximal bis zur vierten Klasse“, so Marreck. Dafür entscheiden sich dort etwa 25 bis 30 Prozent der insgesamt 280 Schüler. Bastian Vogel, Lehrer an der Musikschule, kümmert sich in Linn unter anderem um die jungen Musiker. Spielerisch führt er – übrigens einst selbst Schüler der Johansen-Grundschule – die Jungen und Mädchen an die Instrumente heran. Über die Schuljahre hinweg, bleiben die Formationen zum Teil bestehen. „Das ist für uns ein tolles Kooperationsprojekt. Die Kinder lernen dabei auch Toleranz, wenn sie mit anderen zusammenspielen müssen“, sagt Moorees.
Sowohl während der Unterrichtszeit, als auch in den Stunden des Offenen Ganztages können ihr Schüler an solchen Angeboten teilnehmen. Pro Woche üben sie insgesamt 90 Minuten alle zusammen und mit ihren jeweiligen Bands – immer mit einem Pädagogen der Musikschule. „In jedem Schuljahr veranstalten wir dann ein Abschlusskonzert samt Lichtshow für die Bands“, so Moorees. Damit die mBandmitglieder auch nach einem Wechsel an weiterführende Schulen ihrer musikalischen Leidenschaft nachgehen können, gibt es mehrere Möglichkeiten an der Musikschule der Stadt Krefeld. Weitere Informationen auch zu weiteren Schulprojekten stehen unter www.musik.krefeld.schulen.net.
Artikel WZ: https://www.wz.de/nrw/krefeld/viertklaessler-band-probt-fuer-grosses-kulturfest_aid-123546823
Herzlichen Glückwunsch zu dem Neujahrskonzert in der Friedenskirche. Fast 500 Besucher:innen hörten begeistert den Ensembles zu.
Eine tolle Kritik in der WZ:
Musikschule der Stadt Krefeld erfolgreich bei „Jugend musiziert“
Wir freuen uns! Sehr gute Platzierungen bei Regionalwettbewerb in Moers.
Mehrere Schülerinnen und Schüler der Musikschule der Stadt Krefeld haben beim 62. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Moers sehr gute Platzierungen erreicht. Im Ergebnis konnte der musikalische Nachwuchs 14 erste Preise und zwei zweite Preise verzeichnen. Sie nahmen an 13 Wertungen innerhalb von vier Kategorien teil. Zweimal gelang Schülern die Weiterleitung zum Landeswettbewerb, der im März in Essen ausgetragen wird: Haimo Wang in der Wertung „Violoncello solo“ und dem Gitarrentrio mit Cy Aden Michael Sampson, Liam Amouzandeh und Leo Lang Qin in der Wertung „Zupf-Ensemble“.
Die Musikschule der Stadt Krefeld war insgesamt mit 20 Schülerinnen und Schülern vertreten. An dem Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ beteiligen sich Musikschüler aus Krefeld, dem Kreis Kleve und dem Kreis Wesel (linksrheinisch). In den Kategorien der Solowertungen gab es am Wertungstag drei jugendliche Klavierbegleiter. Alle kamen von der Musikschule der Stadt Krefeld und wurden für ihre musikalischen Begleitungen mit ersten Preisen belohnt. Drei weitere der Musikschule eng verbundene Teilnehmende aus Krefeld erhielten außerdem in der Solowertung „Violine“ einen ersten Preis: Valentina Müller, Franz Krull und Elin Krull, letztere mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Die Krefelder Klarinettistin Marlene Feldhüsen erreichte mit ihrer Spielpartnerin in der Duowertung Klavier und ein Holzblasinstrument ebenfalls einen ersten Preis. „Ich gratuliere allen Schülerinnen und Schülern zu ihren Erfolgen und freue mich ganz besonders über die hohe Teilnahme in den unteren Altersgruppen. Die Jüngsten bedeuten immer auch Zukunft. Ihr ausnahmslos gutes Abschneiden ist Beleg für unsere fundierte Ausbildung und motiviert zugleich, weitere Lernerfolge folgen zu lassen“, sagt Roman Marreck, Leiter der Musikschule der Stadt Krefeld.
Das Preisträgerkonzert mit Urkundenverleihung findet am Sonntag, 9. Februar, um 11 Uhr in der Musikschule in Moers statt. Weitere Teilnahmen in den Kategorien Harfen-Ensemble und Kammermusik mit Klavier stehen noch aus und finden in den kommenden Tagen in Duisburg und im Rhein-Kreis Neuss statt. Hier haben sich fünf Schüler der städtischen Musikschule Krefeld mit Musikern aus angrenzenden Musikschulen zu Ensembleformationen zusammengeschlossen. Alle Ergebnisse und Musikprogramme stehen unter www.jugend-musiziert.org und sind auch in der „JuMu-App“ einsehbar.
Das Gesamtergebnis im Überblick:
Violine Solowertung
Altersgruppe Ib 1. Preis: Josefine Höttges, Violine
Altersgruppe Ib 1. Preis: Lotta Schrader, Violine
Altersgruppe Ib 1. Preis: Ine Schwagers, Violine 1. Preis: Anastasia Tatarynska, Klavierbegleitung
Altersgruppe III 2. Preis: Paul Großmaß, Violine
Altersgruppe IV 1. Preis: Dimitris Karipsiadis, Violine
Altersgruppe IV 1. Preis: Elisa Pham, Violine 1. Preis: Arkadiy Tatarynskyy (Altersgruppe VI), Klavierbegleitung
Altersgruppe V 1. Preis: Clara Groll, Violine 1. Preis: Elisa Pham (Altersgruppe IV), Klavierbegleitung
Violoncello Solowertung
Altersgruppe Ib 1. Preis: Clara Großmaß, Violoncello
Altersgruppe II 1. Preis: Mey Nishibane, Violoncello
Altersgruppe IV 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb: Haimo Wang, Violoncello
Zupf-Ensemble
Altersgruppe II 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb: Cy Aden Michael Sampson, Gitarre Liam Amouzandeh, Gitarre Leo Lang Qin, Gitarre
Duo: Klavier und ein Holzblasinstrument
Altersgruppe II 2. Preis: Tilda Oppitz (Klarinette) mit Luise Zaum (Klavier)
Altersgruppe II 1. Preis: Julius Magnus Lohs (Saxophon) mit Amalia Eloise Lohs (Klavier)
Ganz herzlichen Glückwunsch allen Preisträgerinnen und Preisträgern!
Philip Krull ist schon als Kind Schüler der Musikschule der Stadt Krefeld gewesen. Nach seinem Studium in in Detmold – Abteilung Dortmund, in Düsseldorf und in Köln kam er vor 20 Jahren als Lehrkraft an die Musikschule seiner Heimatstadt zurück. Mit viel Elan baute er die Orchester- und Streicherarbeit weiter aus und ist seit 10 Jahren Fachbereichsleiter der Streicher. Die traditionelle Herbstfahrt der Streich- und Sinfonieorchester im Herbst 2024 mit über 50 Teilnehmenden war Anlass hier einmal mit ihm ins Gespräch zu kommen:
Lieber Herr Krull „Herbstfahrt der Streicher“ was dürfen wir uns darunter vorstellen?
Seit inzwischen 20 Jahren plane und betreue ich die Orchesterfahrten des
Streicherbereichs der Krefelder Musikschule. Da könnte man fast meinen,
dass eine gewisse Routine sich einschleichen könnte, aber weit gefehlt!
Jedes Jahr steuern wir eine andere Stadt/ andere Jugendherberge an und
somit erleben wir jedes Mal andere räumliche Voraussetzungen, andere
Freizeitmöglichkeiten. Die vergangenen Highlights alle aufzuzählen würde
hier den Rahmen sprengen.
Was macht den Kern der Arbeit aus?
Eins ist immer garantiert: tolle, motivierte Kinder, viel Spaß und Abwechslung und viele Situationen, an die man sich gerne zurückerinnert. Natürlich wird viel in den einzelnen Gruppen geprobt und musiziert.
Wo ging es dieses Jahr hin und wer war alles dabei?
In den Herbstferien 2024 ging es in die Jugendherberge nach
Biedenkopf. In diesem Jahr im ist wieder das deutlich verjüngte Kinderorchester eingeladen worden an der Fahrt teilzunehmen, das Junge Orchester ist immer dabei, genauso wie die Streicher des Sinfos. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass viele Kinder unter 10 Jahren schon an der Fahrt teilgenommen haben. So gelingt es sicher, dass einige Kinder auf lange Zeit in ihrer Musikschulzeit eng verbunden sein werden.
Was wurde denn inhaltlich gemacht?
Viele Stunden konnten wir mit den verschiedenen Gruppen aus Kinderorchester, jungem Orchester und dem Sinfonieorchester proben und
uns musikalisch weiterentwickeln.
Sehr gefallen hat mir das gemeinsame Musizieren mit allen Teilnehmern am
Abend- hier gab es eine Altersspanne von 8- 18 Jahren.
Ein voller Erfolg war die Freizeitgestaltung. Das erste mal war die
Musikschulgruppe in einer Kletterhalle bouldern, außerdem haben wir uns
eine Burg angeschaut.
Gibt es ein Ziel, auf das in der Woche hingearbeitet wird?
Nicht fehlen darf bei so einer Fahrt unser Konzert. In diesem Jahr haben
wir wieder in einem Seniorenheim gespielt. Dafür bekamen wir das
Kompliment, das nicht größer sein könnte:
„Das Konzert war unser Highlight des ganzen Jahres, da werden alle
Bewohner immer wieder von sprechen!“
Und dann…?
Belohnung bekamen wir in Form von köstlichem Kuchen und Getränken- ein toller Nachmittag!Natürlich darf auch die Party am letzten Abend nicht fehlen- hier verrate ich nichts, ich denke legendär passt ganz gut…
Machen Sie das alles alleine?
Ebenfalls gab es dieses Jahr wieder ein neues Betreuer-/ Lehrerteam.
Sehr gut konnte ich mich mit unserer neuen stellvertretenden Schulleiterin Merve Bianca Sorgente und unserem Kontrabasslehrer Thorsten Drees absprechen und ergänzen, sodass alle Aufgaben „Hand in Hand“ gingen.
Was sind die Wünsche für 2025?
Eine neue Orchesterfahrt in 2025- ich freue mich schon darauf!
Das große Konzert des Fachbereichs, in dem auch die Ergebnisse dieser Orchesterfahrt zu hören sein werden, ist am 26.Januar 2025. Das Neujahrskonzert in der Friedenskirche startet um 17 Uhr. Es spielen das Kinderorchester, das Junge Orchester und das Sinfonieorchester unter der Leitung von Philip Krull und Merve Bianca Sorgente. Der Eintritt ist frei